SCHLITZEN IN DER BETONDECKE

Schlitzen in der Betondecke ist kein Kinderspiel. Die Staubbildung beim Schlitzen mit der Flex ist das eine, das andere ist jedoch zusätzlich die Gefahr, die Bewehrung in der Stahlbetondecke zu verletzen. Die Statik wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, das alles zu umgehen. Wir haben das große Glück, dass wir Halbbetonfertigteile als Decke haben. Das heißt, dass im Rohbau Stahlbetonplatten verlegt werden, die im Werk schon vorgefertigt werden. Auf der Baustelle werden diese dann mit einem Kran auf dem Mauerwerk verlegt und anschließen mit Ortbeton (frischer, auf der Baustelle vor Ort gemischter Beton) aufgeschüttet. Der Vorteil sind die Stoßfugen der Betonfertigplatten, die einen kleinen Spielraum für die Kabelverlegung zulassen. Unsere Fuge wurde mit Gips verfugt und die Decke final mit Wandfarbe gestrichen. Es war kein großer Aufwand mit Hilfe eines Hammers und Meißels den Gips wieder aus der Fuge zu stemmen. Übrig geblieben ist eine Stoßfuge, die genügend Platz läßt, um Stromkabel für Licht verlegen zu können. Anschließend wird alles wieder mit Fugengips verspachtelt, mit Schleifpapier geschliffen und mit der Wandfarbe erneut gestrichen. Wenn noch Unebenheiten vorhanden sind, muss vor Auftragen der Wandfarbe erneut verspachtelt und geschliffen werden. Um dieLage der Stoßfugen zu bestimmen, müßt Ihr an die Kante von Decke zu Wand schauen. Meistens sind dort kleine Versprünge/Unebenheiten in der Knickrichtung zu erkennen. Wenn nicht, holt Euch die Rohbaupläne von Eurem Architekten oder Bauträger.

PS: Wenn Ihr keine Ahnung vom Verlegen der Stromkabel habt, holt Euch bitte einen Elektriker, der Ahnung von seinem Handwerk hat.

Ich wünsch Euch viel Glück beim Aufspüren der Stoßfugen und dass sie dort liegen, wo Ihr sie benötigt – Eure Sonja

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